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Die Dissertation beschäftigt sich mit dem Thema „Beyond Harry Potter - Kinder- und Jugendromane des 20. und 21. Jahrhunderts“, konkret meint dies die Zeit nach 1945. Im einzelnen bedeutet das die Auseinandersetzung mit Fragestellungen wie: Wie ist Kinder- und Jugendliteratur definiert? Wer legt diese Definition fest und hat sich die Definition im vorgegebenen Zeitraum verändert? Wer liest Kinder- und Jugendliteratur?
Untersucht wird Literatur aus dem englisch- und deutschsprachigen Raum. Die Auswahl der Texte richtet sich nach dem Lesealter, welches zwischen 8 und 18 Jahren liegt, um das reine Vorlesealter auszuschließen und eine gewisse Mitbestimmung des Kindes bei der Auswahl der eigenen Lektüre zu gewährleisten. Der Textkorpus wird anhand empirischer Erhebungen und eigener Beispiele erstellt; bevorzugte Genres sind Fantasy, Science-Fiction, Historische Romane, Spannung & Abenteuer, sowie Mädchen- und Sportromane. Die angegebenen Kategorien sind nur erste Vorschläge, die endgültige Romanauswahl ergibt sich aus den empirischen Erhebungen.
Diese basieren auf zwei Fragebögen für verschiedene Zielgruppen. Der erste Fragebogen richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Leser. So soll u.a. festgestellt werden, welche Kinder- und Jugendbücher und welche Genres zur Zeit besonders gefragt sind und aus welchen Gründen. Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen bilden die Hauptzielgruppe. Zu den Fragebogen geht es hier. Ein zweiter Fragebogen wird dann zu einem späteren Zeitpunkt an Autoren, Verlage, Bibliotheken und Buchhandlungen verteilt, um nicht nur die Interessen der Leser, sondern auch die Intentionen der Produzenten zu erfassen.
Die Auswahl des Themas beruht auf einem ausgeprägten persönlichen Interesse an Kinder- und Jugendliteratur im allgemeinen und an der Fragestellung „Was ist Kinder- und Jugendliteratur?“ im besonderen. Unsere Intention ist es, den Fokus weg von der Didaktik hin zur Literaturwissenschaft zu verlagern, weil die Kinder- und Jugendliteratur als Forschungsobjekt bisher weitgehend im didaktischen Bereich angesiedelt ist. Unserer Meinung nach sind Kinder- und Jugendromane nicht als Trivialliteratur zu bezeichnen, sondern rechtfertigen eine literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation.
Corinna Kalthoff, M.A.
Jeannine Linnepe, M.A.
Catharina Schultz, M.A.
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